Biografie

Wenn ich daran zurückdenke, was ich als Schauwellensittich – Züchter schon alles erlebt habe, dann schaue ich auf eine lange Zeit voller Niederlagen und Erfolge zurück. Doch niemals habe ich aufgegeben und meine kontinuierliche Zucht brachte mich schließlich an die Spitze der deutschen Schauwellensittich-Zucht.

SIE FLIEGEN IN ALLER WELT !!!

Ich wurde in Augsburg geboren, wo ich auch aufwuchs. Schon damals züchtete ich Wellensittiche und Kanarienvögel. Später verschlug es mich dann in den Schwarzwald. In Zähringen, dem nördlichen Stadtteil Freiburgs, lebe ich seitdem mit meiner Frau und meinem Sohn in einem Einfamilienhaus. Vor etwa 35Jahren, als ich noch Zoo-Fachgeschäftsinhaber und ein interessierter Zierfischzüchter war, besuchte ich gemeinsam mit einem Freund einen Wellensittichzüchter im Schwarzwald. Ich weiß noch, dass es mir eine Violette Scheckenhenne damals besonders angetan hatte und ich mir wünschte solche Vögel zu besitzen und auch diese selbst zu züchten. Am selben Tag habe ich mir ein Paar Australischer – Schecken gekauft. Die erste, zweite und dritte Brut brachte allerdings nicht das gewünschte Ergebnis und ich war sehr enttäuscht. Zudem hellten die Jungvögel immer mehr auf, und es entwickelten sich drei doppelfaktorige australische Schecken.
Aber ich gab nicht auf und machte mich über die Vererbungslehre kundig. Wenige Jahre später gewann ich bereits die ersten Gruppensieger auf Landes und Bundesschauen. Dort lernte ich natürlich auch die Züchter jener Tage kennen und hatte unter anderen Kontakt zu Herr Sperber aus Nürnberg. Der zu damaligen Zeit einer der wenigen Züchter in Bayern war, der original Englische – Wellensittiche besaß. Als Sperber seine Zucht aufgab, erwarb ich einen grauen Zimt – Opalinen Hahn und eine recht unscheinbare Henne mit Flügelfehlern aus der Linie seines Bundessiegers. Der Hahn befruchtete nichts, doch bekam ich auf Umwegen einen Zimt – Opalin – Graugrünen Hahn aus der selben Linie, und verpaarte diesen mit der Henne und hatte davon sehr gute Nachzuchten. Und legte damit den Grundstein für meine heutigen Zimt – Opaline. Ich erwarb viele weitere Schauvögel von damaligen namhaften – Züchtern.
Außerdem bekam ich über Dritte auch Vögel aus Nachzuchten der Omerod – Moss – Linie, sowie Doug Saddler – Vögel welche ich immer nach und nach einkreuzte. Der Züchterische ,,Mischmasch“ der mir zu einer großen kräftigen Scheckenhenne verhalf, war damals mein Durchbruch. Durch die Kombination dieses Sperbers – Vogels mit allen anderen Linien wurde meine Schauwellensittichzucht deutlich aufgewertet.
Mir gelang schon 1978 in Recklinghausen, nach zweimaligem Ausstellen auf AZ – DWV Bundesschauen, der Sprung in die Fortgeschrittenen – Stufe. Danach folgte meine Ausbildung zum Zuchtrichter.
Die verstärkte Nachfrage nach meinen Wellensittichen setzte bereits ein Jahr später ein, als ich hinter Schwarzberg auf der Bundesschau 1979 in Dinslaken das beste Gegengeschlecht der Schau (0.1 australischer Schecke Zimt Graugrün) stellte. Diese Henne verpaarte ich mit einem aus dritter Hand gekauften alten Moffath – Hahn. Er brachte mir meine tiefe Maske und war wahrscheinlich der Grundstock meines heutigen Schauvogels. In meinen Vögeln sehe ich Eigenschaften, wie ,,Größe“ und ,,Stärke“, die ich bewusst heraus züchte. Deshalb gebe ich meinen Wellensittichen gerne Namen wie ,,Herkules“, ,,Big Bull“ oder ,,Rambo“. Ich weiß, dass diese Eigenschaften nicht mit der Veränderung des Skeletts zu erreichen sind. Variabel ist die Feder durch unterschiedliche Breiten und Längen sowie die feinen Verästelungen gibt es unendlich viele Federn, durch deren Züchtung ich einen Mannes – Vogel geschaffen habe( Nur durch Selektion und harte Auslese war dies zu erreichen), der die Schauwellensittiche auf Dauer prägt und mir zu Schauerfolgen ohne gleichen verholfen hat.

20Jahre intensive Zucht brachte mich schließlich an die Spitze der deutschen Schauwellensittichzucht, auf die ich, wenn ich meine prächtigen Wellensittiche betrachte, sehr stolz bin.

,,Den deutschen Schauwellensittich“

Wie ein Puzzle zusammengesetzt (im wahrsten Sinne des Wortes) mit meiner Ideal Vorstellung von einem nicht monströsen aber sehr hübschen fruchtbaren Schauvogel mit weicher Feder zu züchten ist mir gelungen, mein Erfolg gibt mir Recht.